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Abstimmungs-App Blog

Gemeinsam mit unseren Partnern von aaronprojects/collective mind (www.collectivemind.de) haben wir die erste App für Bürgerbefragungen und Bürgerbeteiligung in Deutschland initiiert und entwickelt.

Das Besondere: es können garantiert nur gemeldete Bürger/innen der jeweiligen Stadt/Gemeinde teilnehmen. Gleichzeitig sind Anonymität und Datenschutz zu 100 % gewährleistet. Mehrfachabstimmungen sind ausgeschlossen.

Das ermöglicht dem Gemeinderat verlässliche und repräsentative Stimmungsbilder bei wegweisenden politischen Entscheidungen einzuholen und eine bessere Entscheidungsgrundlage zu schaffen.

Die App wird im März 2019 in der Universitätsstadt Tübingen das erste Mal eingesetzt. Damit möchte die Stadt ein neues Kapitel für Bürgerbeteiligung mit digitalen Mitteln aufschlagen.

Wie wir sicherstellen, dass keine Manipulation stattfinden kann, dass niemand diskriminiert wird und das nicht polarisiert sondern ausgewogen informiert, diskutiert und abgestimmt wird, erklären wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

Die App und der Prozess werden pro Stadt oder Gemeinde an die individuellen Anforderungen angepasst. Die App hat ein Sicherheitszertifikat in Gold von der SYSS GmbH (www.syss.de), dem Marktführer für Penetrationstests in Deutschland. Zudem haben wir die Freigabe des Landesdatenschutbeauftragten von Baden-Württemberg für den Gesamtprozess.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und spannende Informationen beim Entdecken unserer Blogbeiträge.

Was verstehen wir unter "App-basiert"?

Anfangs haben wir unsere Lösung meist als "App für politische Beteiligung" beschrieben oder sogar als "Abstimmungs-App". Das greift zu kurz und impliziert fälschlicherweise, Menschen ohne Smartphone würden diskriminiert und von unserer Lösung ausgeschlossen. Tatsächlich bieten wir sogar die Möglichkeit zur Beteiligung via Briefwahl an. Deshalb sind wir dazu übergegangen, von einem „App-basierten Beteiligungsformat" zu sprechen. Welche Möglichkeiten zur Beteiligung gibt es? 

Wir sind mit dem klaren Ziel angetreten, politische Beteiligung auf kommunaler Ebene einer breiteren Bevölkerungsschicht als bisher zugänglich zu machen. Das soll die parlamentarische Demokratie auf einer breiteren Ebenen stärken und die Qualität der Stimmungsbilder verbessern. Deshalb sieht unser Format gleich drei Wege für die Beteiligung vor: 

  1. Im Fokus steht die Information und Beteiligung via nativer Android oder iOS App. Wir rechnen damit, dass ca. 75 % der Bürgerinnen und Bürger diese Option nutzen werden - vor allem jüngere und bildungsfernere Schichten, aber auch viele Senioren*
  2. Wer nicht zu den 98,6 %**  der Smartphone-User mit iOS oder Android Betriebssystem gehört, oder über gar kein Smartphone verfügt, kann über gängige Browser teilnehmen. Zum Beispiel mit einem Blackberry oder über einen PC.
  3. Wer weder ein Smartphone noch einen PC hat, kann sich per Briefwahl beteiligen. Für diesen Weg rechnen wir mit einem Anteil von deutlich unter einem Prozent.

Mit diesen drei Möglichkeiten garantieren wir, dass sich so gut wie alle gemeldeten Einwohner/innen einer Stadt oder Gemeinde beteiligen können, die dies möchten. Damit werden wir dem Anspruch der Universitätsstadt Tübingen und unserem eigenen Anspruch gerecht, den Kreis für politische Beteiligung auf kommunaler Ebene um neue Zielgruppen deutlich zu erweitern. 

 

* Die am schnellsten wachsende Gruppe der Smartphone-User sind die Senioren. Lt. Branchenverband Bitkom nahm die Zahl der Smartphone nutzenden Senioren in den 12 Monaten von Januar 2016 bis Januar 2017 um 11 % auf insgesamt 39 % zu (Quelle: Bitkom). Auch diese Bevölkerungsschicht bietet also ein stetig wachsendes Potenzial für politische Beteiligung via App.
** (Marktanteil Android und iOS im Dez. 2017 in Deutschland 98,6 %. Quelle: Statista)

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